Urlaub in den USA

Ein Bericht von Preussenbiker Schulle


Inspiriert durch den Bericht von Frank über seine Reise nach Polen und die CR hatte ich eine Idee. Warum sollte nicht jeder (der Lust hat) auf diesen Seiten von seinen kleinen oder großen Reisen berichten. So hat man evtl. die Möglichkeit für sich neue Reiseziele zu entdecken. Ich war im August mit meiner Frau in der USA und davon möchte ich nun berichten . Wir haben einen Freund der in Salt Lake City Medizin studiert, dieser Freund hat uns zu einem Besuch eingeladen. Das fanden wir toll, kauften uns zwei Flugtickets und los ging`s.
Zusammen mit ihm besuchten wir vier Orte: Salt Lake City, Las Vegas, San Francisco und Moab. Salt Lake City ist eine ganz normale Stadt, welche eigentlich nicht viel für normale Touristen bietet. Die Kirche der Mormonen spielt eine sehr große Rolle im heutigen Leben und in der Geschichte der Stadt. Im Zentrum hat die Kirche mehrere Häuserblocks in ihrem Besitz. Dort befindet sich der Tempel und ein riesiges Tagungszentrum sowie ein großes Hotel und ein Verwaltungsgebäude der Kirche. Alles vom Feinsten und sehr gut gepflegt.

Nach etwa acht Stunden Autofahrt auf dem Highway 15 quer durch eine Steinwüste erreichten wir den zweiten Ort unserer Reise - Las Vegas. Die Lichtglocke über der Stadt konnten wir schon aus 100 km Entfernung am Himmel sehen.

Wir kamen dort nachts an und fuhren aus dem Nichts in eine Stadt mit überfüllten Straßen, riesigen Leuchtreklamen und gigantischen Bauten. Von den vielen Hotels mit ihren Spielkasinos hat jedes ein bestimmtes Thema, dieses wird in jedem Teil des Hotels deutlich. Es ist überwältigend mit wieviel Aufwand eine künstliche Welt geschaffen wird, nur um den Leuten ihr Bestes aus den Taschen zu hohen.

Als aktiver Biker mußte ich natürlich auch in das dortige Harley Davidson Café gehen. Dort hängen echte Bikes an der Decke, welche an einer Kette durch den ganzen Laden gezogen werden. Im Laufe unserer Mahlzeit kamen so einige Bikes an unseren Tisch vorbeigeschwebt. Bei diesem Eindruck stört man sich auch nicht an den recht hohen Preisen in dem Laden. Das Essen ist übrigens sehr gut. Wer da mal zufällig vorbeikommen sollte, unbedingt einkehren!!! Es gibt auch noch ein zweites HD Café in New York.

Die nächste Station unserer Reise war San Francisco. Diese Stadt hat drei Attribute: eng, steil und einmalig. Es gibt dort sehr viele Dinge, welche einen Besuch in der Stadt rechtfertigen. Ich will nur einige aufzählen: Chinatown, der Hafenbereich, die Cablecars, die ehem. Knastinsel Alcatraz, die Golden Gate Bridge, die Bay Bridge. Nördlich der Stadt gibt es einen Nationalpark „Muir Woods". Dort stehen riesige, zum Teil über 1000 Jahre alte Bäume mit über zwei Meter Stammdurchmesser. Wir haben dort einen sehr langen und angenehmen Spaziergang unternommen. Dieser Park ist ein Muß für Naturfreaks.

Für den Besuch von Alcatraz (Vorbestellung ist ratsam) hatten wir die Abendtour gebucht, da hat man durch die einsetzende Dunkelheit einen besonderen Eindruck von der Insel und bekommt außerdem eine gute Möglichkeit für eine Nachtaufnahme von San Francisco.

Der letzte Ort unserer Reise war der kleine Ort Moab. Dort gibt es den Arches Nationalpark, eine Ansammlung von sehr imposanten roten Felsen. Es ist beeindruckend welche schöne Formen die Naturgewalten im Laufe der Zeit aus dem Fels formen. Es gibt riesige Löcher im Stein, natürliche Brücken und große Felsstücke die auf schlanken Säulen ruhen. In diesem Park befindet sich auch ein Wahrzeichen von Utah, das Delicate Arch. Ein großes freistehendes Tor aus Fels. Wir haben es bei Sonnenuntergang besichtigt und das kann ich nur empfehlen (Tip: für Fotos Stativ mitnehmen). Der Weg dorthin war zwar etwas mühsam, wir wurden aber ausreichend optisch entschädigt.
Zum Schluß möchte ich noch einige Bemerkungen zur amerikanischen Ernährung machen. Für Leute wie mich, die die gute deutsche Küche lieben, ist es schon gewöhnungsbedürftig ohne Schwarzbrot, viele Sorten Wurst und gutes Bier auszukommen, aber die dortige Küche bietet auch genügend Abwechslung um einige Wochen ohne bleibende Schäden zu überstehen. Nach unserer Rückkehr habe ich mir jedenfalls erstmal ein dickes Wurstbrot mit Senf und einer Flasche Bier genehmigt und das tat so richtig gut.

Torsten Schulz

Wenn Ihr noch Fragen habt wird sie Euch Schulle sicher per E-Mail beantworten. Besten Dank für seinen lebendigen Bericht und die digitalen Bildchen dazu !
Und wenn auch Ihr eine interessante Tour hinter Euch habt und Euch die Schreibwut unter den Nägeln brennt würde ich mich freuen, Euren Bericht auch hier reinstellen zu dürfen, eine einfache Textdatei per E-Mail reicht - Gruss Frank.



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